
Peter Ulrich, ein Urgestein im Hänneschen-Theater, startete seine Karriere als Puppenspieler 1970 unter der Spielleitung von Karl Funk. Dessen Umgang und Verständnis des Kölner Puppenspiels prägen bis heute die Arbeitsweise Ulrichs: pointierte Übertreibung und komische Überspitzung.
Zu seinen ersten Rollen gehörten unter anderem der "große Zauberer Tartüff" und "Rallikrall der Große". 1981 schrieb und inszenierte er sein erstes von vielen Kinderstücken "Wie et Dornrösje befreit wood". Später entstanden erfolgreiche Abendstücke wie "Lück em Huus", "Et Feuerwehrfess", "Dä, ald widder e Wunder" und viele mehr. Seit Peter Ulrich die Abendstücke schreibt und inszeniert, ist ein stetiger Zuschaueranstieg zu verzeichnen. Seit 1988 sind alle Abendstücke ausverkauft.
1982 übernahm Ulrich die feste Rolle des liebenswürdigen, dumm-braven Tünnes und 1997, 15 Jahre später, bewies er seine schauspielerische Bandbreite mit der Darstellung des hinterhältigen, halbgebildeten Filous Schäl.
Schäls Rolle als Präsident in der alljährlichen Puppensitzung, mit politischem Entree und Eröffnungslied sind ebenso typische "Ulrich-Kinderchen" wie die beliebte Einbettung von Röschen- und Köbeschen-Szenen.
Seit 1997 ist Peter Ulrich stellvertretender Intendant des Theaters am Eisenmarkt.